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Textausgabe

 

Ptolemaios
Handbuch der Geographie

(Griechisch-Deutsch)

Herausgegeben von Alfred Stückelberger und Gerd Graßhoff
unter Mitarbeit von Florian Mittenhuber, Renate Burri, Klaus Geus, Gerhard Winkler,
Susanne Ziegler, Judith Hindermann, Lutz Koch, Kurt Keller.
1020 Seiten mit 24 Abbildungen und 29 Karten, in zwei Teilbänden gebunden, mit CD-ROM
CHF 250.- / EUR 170.-
ISBN 3-7965-2148-7


Die Geographike Hyphegesis (=Handbuch der Geographie) des Klaudios Ptolemaios, das kurz nach 150 n. Chr. in der antiken Kulturmetropole Alexandria verfasst wurde, ist eines der bedeutendsten wissenschaftlichen Werke der antiken Literatur. In seinen 8 Büchern fasst es das ganze geographische Wissen der Antike zusammen und bleibt mit seinen neuartigen Projektionsmethoden, seinen etwa 8000 meist mit Koordinaten bestimmten Ortsangaben und seinem farbigen Kartenatlas bis zur Schwelle der Neuzeit unerreicht.

Das in griechischer Sprache verfasste Werk, welches das ganze Früh- und Hochmittelalter hindurch weitgehend verschollen war, erlebte um 1300 in Byzanz eine Renaissance, die sich in mehreren prachtvollen, mit farbigen Karten ausgestatteten Pergamenthandschriften manifestiert. Um etwa 1400 kamen die ersten Ptolemaios-Atlanten in den Westen, wo sie sogleich grösstes Aufsehen erregten und im Ablösungsprozess vom mittelalterlichen zum frühneuzeitlichen Weltbild eine entscheidende Rolle spielten. Das Werk wurde um 1406 ins Lateinische übersetzt und fand unter dem Titel Cosmographia grosse Verbreitung. Kaum war die Buchdruckerkunst erfunden, erschienen in dichter Folge Editionen der ptolemäischen Cosmographia, die nachweislich auch von Kolumbus im Vorfeld seiner Entdeckerfahrten eifrig studiert wurde.

Das seit der Ausgabe von C.F.A. Nobbe von 1843/45 nie mehr vollständig edierte und noch nie vollständig ins Deutsche übersetzte Werk wird nun unter den Auspizien der Ptolemaios-Forschungsstelle in Bern in einer durchgehend neu bearbeiteten zweisprachigen Ausgabe wieder allgemein zugänglich gemacht:
  • Für die Gestaltung des griechischen Textes konnte der Codex Seragliensis GI 57 (eine bedeutende, noch nie vollständig ausgewertete Karten-Handschrift, die heute im Topkapi-Museum in Istanbul verwahrt wird) herangezogen werden.
  • Die möglichst sachlich gehaltene Übersetzung macht das nicht leicht verständliche Werk mit zahlreichen Sacherklärungen und Lokalisierungsvorschlägen einem weiteren Interessentenkreis zugänglich.
  • Die in den Text integrierten, nach den antiken Vorlagen umgezeichneten Karten (3 Weltkarten und 26 Länderkarten) veranschaulichen das Konzept des ptolemäischen Kartenatlasses.
  • Ein ausführlicher Index und eine umfassende Datenbank auf CD-ROM geben die Möglichkeit, die Fülle von Angaben nach den verschiedensten Gesichtspunkten auswerten.


Das Buchprojekt ist vom Schweizerischen Nationalfonds grosszügig unterstützt worden.

 

Link: Schwabe Verlag AG


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Last update: 27.11.2007 / Andreas Ammann